Wir sorgen für morgen

Tarifabschluss bestätigt: GOA und ver.di finden gemeinsame Lösung

Mögglingen, 22. Juni 2026: Die Mitglieder der Gewerkschaft ver.di haben dem ausgehandelten Tarifabschluss mit der GOA zugestimmt. Damit ist das Ergebnis der Tarifverhandlungen offiziell angenommen und schafft für die kommenden Jahre Planungssicherheit für Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen.

Der bestätigte Tarifabschluss sieht unter anderem eine Erhöhung der Entgelte um 2,8 Prozent ab dem 1. Mai 2026, mindestens jedoch 100 Euro monatlich, sowie eine weitere Erhöhung um 2,0 Prozent ab dem 1. Januar 2027, mindestens jedoch 80 Euro monatlich, vor. Darüber hinaus steigen die Ausbildungsvergütungen ab Mai 2026 um 75 Euro und ab Januar 2027 um weitere 50 Euro. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. Dezember 2027. Zudem gibt es Sonderzahlungen in Höhe von jeweils 280 Euro in den Jahren 2026 und 2027 vorgesehen.

„Mit diesem Abschluss schaffen wir Planungssicherheit für unsere Beschäftigten und für das Unternehmen. Gleichzeitig setzen wir ein Zeichen dafür, dass verantwortungsvolle Tarifpolitik auch unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen möglich ist“, erklärt GOA-Geschäftsführer Siegfried Gstöttner.

Die Verhandlungen waren anspruchsvoll und wurden über mehrere Runden hinweg intensiv geführt. Umso größer ist die Freude darüber, dass am Ende eine tragfähige Lösung gefunden werden konnte.

„Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten vernünftige Lösungen möglich sind, wenn beide Seiten bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und aufeinander zuzugehen“, erklärt GOA-Geschäftsführer Siegfried Gstöttner. „Die jetzt gefundene Lösung ist kein Sieg der einen oder anderen Seite, sondern ein gemeinsames Ergebnis, das die Interessen der Beschäftigten ebenso berücksichtigt wie die wirtschaftlichen Möglichkeiten unseres Unternehmens.“

Die GOA sieht den Abschluss auch als positives Signal für die gesamte Entsorgungsbranche und die kommunale Kreislaufwirtschaft.

„Gerade Einrichtungen der Daseinsvorsorge stehen heute unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Umso wichtiger ist es, dass Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite zeigen, dass konstruktiver Dialog und gegenseitiger Respekt auch dann funktionieren, wenn die Rahmenbedingungen anspruchsvoll sind“, so Gstöttner weiter. „Davon profitieren letztlich nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger, die sich jeden Tag auf eine verlässliche Abfallentsorgung verlassen.“

Die GOA wertet den Abschluss zugleich als Bestätigung des konstruktiven Weges, den beide Seiten in den vergangenen Wochen eingeschlagen haben. Bereits während der laufenden Mitgliederbefragung hatten sich beide Tarifparteien darauf verständigt, auf weitere Arbeitskampfmaßnahmen zu verzichten.

„Dass wir während des gesamten Prozesses im Gespräch geblieben sind und auf Eskalation verzichten konnten, ist ein starkes Signal. Es zeigt, dass die kommunale Kreislaufwirtschaft auch in herausfordernden Zeiten handlungsfähig bleibt und Verantwortung übernimmt“, so GOA-Personalleiterin und Verhandlungsführerin Sofia Heckert.

Die GOA hält darüber hinaus an ihrem Ziel fest, gemeinsam mit den Sozialpartnern die Weiterentwicklung eines modernen und zukunftsfähigen Tarifmodells voranzutreiben. Dabei gehe es langfristig nicht allein um finanzielle Fragen, sondern um attraktive und verlässliche Rahmenbedingungen für Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen.

„Wir wissen, dass viele Mitarbeitende Orientierung und Verlässlichkeit erwarten. Umso wichtiger ist es, dass wir nun auf einer gemeinsamen Grundlage weiterarbeiten können. Der heutige Abschluss schafft dafür eine gute Basis“, betont Gstöttner.

 




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