Tarifverhandlungen bei der GOA starten
Individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und eine leistungsbezogene Vergütungsstruktur stehen im Zentrum der anstehenden Gespräche zwischen GOA und ver.di.
Mögglingen, 14.04.2026: Am Donnerstag, 16. April 2026, beginnen die Tarifverhandlungen zwischen der Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung (GOA) und der ver.di-Tarifkommission. Die Gespräche finden in der GOA-Verwaltung in Mögglingen statt. Ziel des ersten Treffens ist die Festlegung des Verhandlungsrahmens sowie der Abgleich der jeweiligen Interessen.
Neuer Manteltarifvertrag im Fokus
Erste informelle Gespräche der beiden Parteien im Rahmen der Betriebsversammlung zeigten, dass der aktuelle Mantelvertrag den Anforderungen der modernen Arbeitswelt nicht mehr gerecht wird. Die Arbeitswelt hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert und bietet heute deutlich mehr Flexibilität und Gestaltungsmöglichkeiten als früher. Daher sieht die GOA die Verhandlungen als Chance, die Arbeitsbedingungen zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.
Wunsch, Win-Win-Situation für alle Beteiligten zu erreichen
„Unser Ziel ist es, eine Lösung zu finden, die sowohl den Interessen der Mitarbeitenden als auch denen des Unternehmens und der Gesellschafter gerecht wird“, betont Siegfried Gstöttner, Geschäftsführer der GOA. Im Mittelpunkt steht dabei die maximale Zukunftsgestaltung: Engagement und Weiterentwicklung sollen künftig stärker honoriert werden.
Vorschlag für Neustrukturierung der Vergütungsgruppen
Ein zentrales Anliegen der Verhandlungen ist die Weiterentwicklung der Vergütungsgruppen. Aktuell existieren 17 Gruppen, deren Abgrenzung wenig transparent und schwer nachvollziehbar ist. Künftig sollen zehn Vergütungsgruppen mit klar definierten Kompetenz- und Entwicklungsstufen eingeführt werden. Damit wird für alle Mitarbeitenden nachvollziehbar, wie sie durch Engagement, Weiterbildung und persönliche Entwicklung ihr Einkommen steigern können – nicht mehr nur durch die Dauer der Betriebszugehörigkeit. Darüber hinaus betont Sofia Heckert, Personalleiterin der GOA: die Neugestaltung der Vergütungsstruktur bedeutet für keinen aktuellen Beschäftigten eine Verschlechterung der Gehaltssituation.
„Wir möchten gemeinsam mit ver.di einen modernen Tarifvertrag schaffen, der Leistung und Weiterentwicklung belohnt und so die Zukunftsfähigkeit der GOA sichert“, so Sofia Heckert.
Die GOA sieht in den anstehenden Tarifverhandlungen eine große Chance, die Arbeitsbedingungen im Unternehmen nachhaltig zu verbessern und die Attraktivität als Arbeitgeber weiter zu steigern. Ziel ist eine faire, transparente und zukunftsorientierte Lösung für alle Beteiligten.
