Tarifverhandlungen zwischen GOA und ver.di: Verhandlungsstand liegt zur Prüfung bei den Mitgliedern
Die Tarifverhandlungen zwischen der GOA und der Gewerkschaft ver.di haben in der heutigen Verhandlungsrunde einen vorläufigen Verhandlungsstand erreicht.
Das vorliegende Angebot wird nun bis zum 16. Juni 2026 von ver.di mit den Mitgliedern geprüft und bewertet. Erst danach entscheidet sich, ob eine Einigung zustande kommt. Aktuell handelt es sich ausdrücklich noch nicht um ein finales Tarifergebnis.
Mögglingen, 13. Mai 2026: Die zweite Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung (GOA) und der Gewerkschaft ver.di
konnte nach intensiven und teilweise sehr herausfordernden Gesprächen mit einemvorläufigen Verhandlungsstand beendet werden. Beide Seiten haben sich darauf verständigt,
das aktuell erarbeitete Angebot zunächst den ver.di-Mitgliedern zur Prüfung vorzulegen. Bis zum 16. Juni 2026 wird ver.di hierzu eine Mitgliederbefragung durchführen. Sollte es eine Zustimmung geben, kann auf dieser Grundlage ein Tarifabschluss erfolgen. Sollte keine Zustimmung zustande kommen, gelten die Verhandlungen als gescheitert und ver.di kehrt zu den ursprünglichen Forderungen zurück.
Verantwortungsvoller Umgang trotz schwieriger Verhandlungen
„Die Gespräche waren intensiv und in vielen Punkten anspruchsvoll. Umso wichtiger war es beiden Seiten, weiter im Gespräch zu bleiben und verantwortungsvoll mit der Situation
umzugehen“, erklärt Sofia Heckert, Personalleiterin der GOA. Die GOA betont, dass weiterhin eine Lösung angestrebt wird, die wirtschaftliche Stabilität, faire Entwicklungsmöglichkeiten und moderne Arbeitsbedingungen miteinander verbindet. Ziel bleibe ein Tarifmodell, das langfristig tragfähig ist und den Beschäftigten ebenso wie dem Unternehmen Perspektiven bietet.
Aktueller Verhandlungsstand
Der derzeitige Verhandlungsstand sieht unter anderem folgende Punkte vor:
• ab 1. Mai 2026 eine Erhöhung der Entgelte um 2,8 %, mindestens jedoch 100 Euro monatlich
• ab 1. Januar 2027 eine weitere Erhöhung um 2,0 %, mindestens jedoch 80 Euro monatlich
• eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 75 Euro ab Mai 2026 sowie weitere 50 Euro ab Januar 2027
• eine Laufzeit bis 31. Dezember 2027
• Sonderzahlungen in Höhe von jeweils 280 Euro für ver.di-Mitglieder in den Jahren 2026 und 2027
Die GOA weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei um einen Verhandlungsstand handelt, der weiterhin unter dem Vorbehalt der Zustimmung der ver.di-Mitglieder steht.
Vorerst keine Streikmaßnahmen
Bis zur Entscheidung der Mitgliederbefragung sind aktuell keine Streikmaßnahmen vorgesehen. Die GOA begrüßt dies ausdrücklich und sieht darin ein wichtiges Signal für die
weitere Gesprächsbasis. Gleichzeitig macht das Unternehmen deutlich, dass die kommenden Wochen für den weiteren Verlauf entscheidend sein werden.
Zukunftsfähigkeit weiterhin im Fokus
Die GOA hält an ihrem Ziel fest, in Abstimmung mit den Sozialpartnern einen modernen und zukunftsfähigen Tarifvertrag weiterzuentwickeln. Dabei geht es im Wesentlichen nicht um finanzielle Anpassungen, sondern um einen Rahmen der langfristigen Perspektiven für Beschäftigte und Unternehmen bietet. „Wir wissen, dass viele Mitarbeitende auf Orientierung und Klarheit warten. Genau deshalb war es uns wichtig, trotz schwieriger Verhandlungen weiter an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten“, so Heckert weiter.
